Malerei von Claudia Eckstein-Strehlow Plattenspieler und Zubehör - Manfred Strehlow
Malerei von Claudia Eckstein-StrehlowPlattenspieler und Zubehör - Manfred Strehlow

Drei Farben + zwei Mädels – das macht ein Bild

Ein Kunstprojekt von Claudia Eckstein-Strehlow 

Alles fing an mit dem Projekt „Sternenstaub/Struktur/Chaos“ – einem multimedialen Event im Mai dieses Jahres. Im Museum Bischofsheim präsentierte die Künstlerin Claudia Eckstein-Strehlow einen Gemälde-Zyklus rund um das Thema Universum. Inspiriert von den ausdruckstarken Gemälden komponierte die Musikerin Sigrid Schad die begleitende Musik. 

 

Integriert in das künstlerische Projekt waren die beiden Mädchen Josephine Winter (10 Jahre) aus Mainz-Kastel und Lilli Fray (8 Jahre) aus Mainz-Bischofsheim. Ihr Part war jeweils ein Bild zu diesem Thema zu malen und dieses mit einem Statement zu untermauern. Anspruchsvoll für die jungen Damen, doch mit außergewöhnlicher Bravour gemeistert. Das verleitete die Künstlerin dazu, die Mädchen für ein komplett neues Projekt zu gewinnen. Diese waren sofort begeistert, wussten aber zunächst nicht so genau, was auf sie zukommen würde. Und das war auch gut so! Denn: Kunst ist ein so anstrengend wie aufreibendes Unterfangen, das einen in unbekannte Sphären seiner selbst führen kann.

 

Die Mädchen erlebten und erleben weiterhin eine Abenteuerreise ins eigene Ich. Es wurde gepinselt, dabei getanzt, geschrien, gelacht und auch eine Art von tiefer Trauer empfunden, als es hieß, am Ende aus den beiden getrennten Werken vielleicht eines zu machen. Denn das bedeutet, dass die im Schweiße des Angesichts und der stetigen Mühe entstandenen Bilder zugunsten eines einzigen zerstört würden. Die Entscheidung aber obliegt den Mädchen. Werden sie es schaffen, diese Grenze des Bildes zu überwinden und so ein gemeinsames Werk zu schaffen? Oder bleibt es am Ende doch bei zwei getrennten Bildern? Das ist zurzeit noch offen – und keineswegs absehbar. Denn was sich inzwischen ergeben hat, ist das Sich-Einlassen auf den anderen und dessen Werk, folglich das Aufgeben des eigenen Bildes zugunsten eines gemeinsamen Werkes. Ist dies besser oder trauere ich der verlassenen eigenen Schöpfung nach? Das ist hier die Frage …

 

Eva Partusch, Wiesbaden

 

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© Manfred Strehlow letzte Änderung 21.05.2024